sfk [African Kung-Fu Nazis (DF) | Heldin (dt. OV) | Reflection in a Dead Diamond (OmeU)]

Newsletter des Studentischen Filmkreises an der TU Darmstadt e.V. sfk-news at lists.tu-darmstadt.de
Mo Jan 19 20:31:30 CET 2026


Liebe Filmfreundinnen und Filmfreunde
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Wir erweitern unsere semesterübergreifende Reihe "For the Cultural 
Omnivores".
In dieser Reihe präsentieren wir euch sorgfältig ausgewählte 
Trash-Filme. Den offiziellen Namen trägt sie allerdings erst seit diesem 
Semester.
Die Schönheit von Trashfilmen liegt meist in ihrer Authentizität und so 
verrät oft der Titel bereits, was einen erwartet.

Wir zeigen euch am Dienstag "African Kung-Fu Nazis". Mehr muss man nicht 
sagen, denn der Name ist Programm.

Filmemacher Sebastian Stein tritt im Film selbst als Hitler auf und die 
deutsche Synchronfassung setzt dem ganzen Spaß noch die Krone auf.



Ernster wird es am Mittwoch in "Heldin". Leonie Benesch spielt die 
Krankenhauspflegerin Floria, die auf ihrer unterbesetzten Station der 
Onkologie an ihre Belastungsgrenze stößt.

Den Stress, dem Floria ausgesetzt ist, inszeniert Filmemacherin Petra 
Volpe wie einen Thriller.
Unterstützt wird dieser Effekt vom Wechselspiel der Kamera von ruhigen 
Einstellungen hin zu hektischen Sequenzen. Dafür verantwortlich ist die 
renommierte Kamerafrau Judith Kaufmann.

"Late Shift", so der internationale Titel, geht für die Schweiz ins 
Oscarrennen. Ob er es auf die Shortlist schafft, zeigt sich am kommenden 
Donnerstag.



Im Audimax verschlägt es uns am Donnerstag an die französische Riviera, 
denn wo sonst sollte ein Spionagethriller im Stile der 1960er Jahre 
spielen.

John will als über 70-jähriger eigentlich seinen Ruhestand im Luxushotel 
genießen. Als seine Zimmernachbarin plötzlich verschwindet, kehren die 
Erinnerungen und Dämonen seines vergangenen Geheimagentenlebens zurück.

Das belgische Filmemacherpaar Hélène Cattet und Bruno Forzani erschafft 
gemeinsam mit seinem Stammkameramann Manu Dacosse einen ekstatischen 
Bildersturm, bei dem sich der Zuschauer bald fragt, was Realität, 
Erinnerung, Fantasie oder Selbsttäuschung ist.



Diese Woche im Filmkreis
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Dienstag, 20.01.26 um 20:00 Uhr im Audimax
African Kung-Fu Nazis
Deutschland / Ghana / Japan 2020, 84 min
Deutsche Fassung

Mittwoch, 21.01.26 um 20:30 Uhr im Programmkino Rex
Heldin
Schweiz / Deutschland 2025, 92 min
Deutsche Originalversion

Donnerstag, 22.01.26 um 20:00 Uhr im Audimax
Reflection in a Dead Diamond
Belgien / Frankreich / Italien / Luxemburg 2025, 87 min
Originalversion mit englischen Untertiteln



Vorschau
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Di., 27.01.26 Starship Troopers
Mi., 28.01.26 Blinddate
Do., 29.01.26 Die Gangster Gang | Die Gangster Gang 2
Di., 03.02.26 Dahomey
Mi., 04.02.26 Oslo Stories: Liebe
Do., 05.02.26 The Swan Song of Fedor Ozerov
Sa., 07.02.26 Mission: As much as Possible
Di., 10.02.26 Pride
Mi., 11.02.26 Das Mädchen mit der Nadel
Do., 12.02.26 Kurzfilme aus Darmstadt
Mi., 18.02.26 Another German Tank Story



African Kung-Fu Nazis
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In "African Kung-Fu Nazis" geht es um … muss ich das ausformulieren? … 
Hitler, Göring und Tojo sind nach dem Zweiten Weltkrieg in ein Dorf in 
Ghana geflohen, wo sie die Bewohner in die karatefähigen "GhanArier" 
verwandeln. Nebenbei überfallen sie die lokale Kung-Fu-Schule unseres 
Protagonisten und töten seinen Meister. Es folgt eine klassische 
Hong-Kong-Martial-Arts-Handlung: Kann unser Held seinen Meister rächen 
und mithilfe des afrikanischen Kung-Fu Hitler besiegen?

Ja. Die Idee zu diesem Film entstand tatsächlich im Suff, doch Sebastian 
Stein setzte sie bewundernswerterweise wirklich um: Er drehte mit 
Regisseur Ninja-Man und einem ghanaischen Cast onsite einen Film, der 
mit trashigen Effekten (Vergleich: Zack Snyder) und tatsächlich richtig 
guten Stunts und Kämpfen überzeugt.



Heldin
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Heldin ist ein Schweizer-deutsches Drama, das die Spätschicht der 
engagierten Pflegefachfrau Floria (Leonie Benesch) in der onkologischen 
Chirurgie eines Krankenhauses nachzeichnet. Mit stiller Intensität zeigt 
der Film, wie Floria an ihre Belastungsgrenze stößt, als ein 
schwerwiegender Fehler geschieht.

Als offizieller Schweizer Beitrag zur nächsten Oscarverleihung entfaltet 
Heldin in starken Bildern und authentischen Situationen, wie respektabel 
und fordernd dieser oft unterschätzte Beruf ist.

Schweizerdeutsch-Kenntnisse sind nicht notwendig, wir zeigen den Film in 
der hochdeutschen Fassung.



Reflection in a Dead Diamond
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Geheimagent John D. genießt den Lebensabend an der italienischen 
Riviera, stets ein Glas Orange Bitter in der Hand, stets die Schönheit 
des kristallklaren Meeres oder der weiblichen Hotelgäste im Blick. Doch 
dann verschwindet eine jener Schönheiten und John D. sieht sich 
plötzlich mit den Dämonen seiner Vergangenheit konfrontiert – allen 
voran der mysteriösen Serpentik …

Reflections in a Dead Diamond ist ein einziger Bilderrausch, der vor 
Ideen übersprudelt, jede Szene eine Mischung aus Kunstwerk und 
Fiebertraum. Eine überästhetische, schrille, blutige Mischung aus 
Hommage an und höchst lebendige Reflexion über James Bond und das 
Eurospy-Kino der 60er und 70er.



Und tschüss
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Wir freuen uns über Feedback! Anmerkungen, Kritik, Korrekturen, Fragen,
Lob und Ergänzungen einfach an info at filmkreis.de schicken. Mehr
Filmkreis gibt es unter www.filmkreis.de oder unter
www.facebook.com/filmkreis.

Bis dann im Audimax! (MA)

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Studentischer Filmkreis - Wir verzaubern das Audimax
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